vor allem, wenn man es auf einem SCSI RAID installieren will. Es ist nämlich so, dass Win XP zwar einen Treiber für die LSI SCSI Controller hat, dieser aber nicht mit den PCI-E Controllern läuft. Frei nach Murphy habe ich natürlich genau so einen Controller.
Das Spiel, mit F6 einen Treiber für den Controller einzubinden funktioniert somit nicht. Ich kann den treiber zwar laden, die Setup Routine kachelt dann aber mit nem Fehler ab, den auch Papa Google nicht kennt. zu Deutsch: Von CD-Rom komm ich das Ding nicht dran.
Also XP auf ner Uralt-IDE Platte installiert mit dem Ziel, selbige Installation dann zu klonen. Dazu sollte Drive Image zum Einsatz kommen, immerhin hab ich dafür mal teuer Geld bezahlt. Da es sich um eine Systempartition handelt, geht das natürlich nicht direkt. Das Tool startet also ein DOS und kopiert dann munter vor sich hin.
Nun ist es so, dass ich das XP auf der zweiten Platte (die dann zur ersten wird, wenn ich die IDE abklemm) an zweiter Stelle installiere. Das System ist daher natürlich nach dem Klonen nicht bootfähig (macht aber nix, gibt ja gute Grub-Floppys). Dennoch passt die boot.ini nicht, also das Quell-System nochmal hoch, um die boot.ini auf dem geklonten System anzupassen (was sich im Nachhinein als kapitaler Fehler herausgestellt hat).
Nachdem die boot.ini passte, System runtergefahren und die IDE Platte abgeklemmt. Kiste wieder an und mit grub vom Floppy die neue Win Installation gestartet (der Startsektor ist ja dort, wo er hingehört, nur im MBR ist gähnende Leere). XP Ladebalken kommt auch, hurra, die boot.ini passt.
Bis das System dann hochkam – es gab einen schicken blauen Bildschirm mit Windows XP Logo, aber nicht mehr. Das System ist also nicht nutzbar – mist. Bisschen gegoogelt soll sich das durch ein fdisk /mbr beheben lassen. Macht aber keinen Sinn, da im MBR eh nix drin ist und ich eben von der Win CD aus nicht an die SCSI Platten dran komme. Auch Tools wie nLite versagen da.
Des Rätsels Lösung:
XP will Start- und Systempartition sein. Durch das erneute Starten des Quell-Laufwerks wurde dem Klon dieser Status offenbar wieder genommen. Somit kam es nicht sauber hoch.
Was war also zu tun? Der boot.ini im Quell-Laufwerk schonmal die endgültigen Einträge hinzufügen und nach dem Klonen die Quell-Platte rausnehmen. Dann direkt die Zielplatte starten. Das wars – aber da komm mal einer drauf!