Es herrscht ja rege Übereinstimmung in Bezug auf Windows Vista, dass eben jenes vom Markt nicht angenommen wurde. Bis auf ein paar Mitarbeiter, die unter Versionitis leiden und den gebeutelten Kunden vorinstallierter Systeme will das eigentlich keiner haben. Die Gründe sind vielfältig:
Vista hat sich bei mir als mehr als instabil erwiesen, es ist extrem langsam, eine _Menge_ Software läuft nicht mehr. Für legal erworbene Spiele muss ich No-CD-Cracks einsetzen, weil der von M$ eingesetzte Kopierschutz auf M$ Windows Vista nicht läuft (im Speziellen meine ich Mechwarrior Mercenaries von M$).
Dennoch ist XP in die Jahre gekommen und ich freute mich wie ein kleines Kind, als M$ eine offene beta von Windows 7 herausbrachte. Stabil, deutlich schneller als Vista und weniger ressourcen-hungrig. Es frisst zwar genausoviel RAM, aber der scheint immerhin sinnvoll genutzt zu sein.
Es gibt nur eine beta (build 7000) und es ist auch nur ein RC geplant. Angesichts des wirklich schon “fertigen” Eindrucks ist das imho auch voll OK. Ich halte 7 ohnehin für ein Vista-SE (so, wie damals bei Windows 98 auch erst eine SE rauskommen musste, bis man das OS vernünftig einsetzen konnte)
Zur Sache: Mir ist heute die Build 7077.0.090404 in der englischen 64bit Variante in die Finger gekommen. Ob es die auch in Deutsch gibt weiss ich nicht, aber englisch ist auch OK. Was ist das Besondere bei dieser Build?
Es gibt ernstzunehmende Anzeichen, dass diese Version in 7100 umbenannt und als RC rauskommen wird! Sie meldet sich über “Start –> Ausführen –> Winver” nur noch als 7077 – die nightly builds geben immer das volle Program an.
Also mal installieren. Der Einfachheit halber in eine Virtuelle Maschine, ich gebe ihr 4 GB RAM und 2 CPU Kerne. Ich weise 40 GB Festplatte fest zu, um ein Gefühl zu bekommen, wie die Performance seinwird (bei dynamisch wachsenden Platten ist das wenig aussagekräftig). Netzwerk wird gebridged, die virtuelle Maschine kommt also genau ins Internet wie die Host Maschine auch.
Die Host Maschine ist ein AMD Phenom 9850 mit 4x 2500 MHz und 8 GB DDR2 Speicher. Die virtuelle Maschine befindet sich auf einer eigenen physikalischen Platte. Das einzige, was der virtuellen Maschine somit fehlt, ist eine vernünftige Grafikkarte, da die Host-Maschine keine 3d-Beschleunigung an den Gast durchreicht. Alles andere funktioniert erfahrunggemäß wie in einer realen Maschine.
Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend: der Lizenzschlüssel der beta funktioniert und die Installation wird bis März 2010 laufen (die beta macht im Juli 2009 dicht). Performance ist super und schlägt die beta schon in der virtuellen Maschine. Ich bin gespannt, wie sich das in einer physikalischen Installation macht.
Die Installation ging flott und schon nach einer halben Stunde hatte ein gutes Gefühl bei dem Ding. Einige Screenshots findet Ihr hier.