Heute bin ich mal wieder LKW gefahren, und zwar zu einem Lieferanten nach Eindhoven. Das machen wir eigentlich normalerweise nicht selber, gibt es doch jede Menge Spediteure.
Nun muss bei diesem Zulieferer mit Hebebühne geladen werden und die Fracht geht in alle Herren Länder. Erschwerdend: Im internationalen Güterverkehr fährt man 40-Tonnen Sattelzüge – die haben keine Hebebühne. Es war auch ums Verrecken nicht möglich, die 17 Paletten Ware abholen zu lassen und direkt zum Abnehmer in Osteuropa zu schicken.
Also Plan-B:
Selber nach Holland fahren, nen 7,5-Tonner voll machen und mit der Hebebühne hinten laden. Selbige wird dann auch als “Brücke” in den Fernverkehrs-LKW genutzt. Soweit so gut.
Navi von der Firma mitgenommen und los. Ich bin normal kein “nach-Navi-Fahrer” und gondelte also los, bis Eindhoven finde ich auch so. Zwischendurch wollte ich die Entfernung checken und stellte fest, dass HansHans keinen Strom hat. Aus der Steckdose im Laster kam nix – somit “Problem”. Mein Apfelphon konnte ich daran natürlich auch nicht laden, insofern brachte mir Google-Maps darauf auch nix – jedenfalls nicht lang genug. Mit eingeschaltetem GPS geht dem Ding innerhalb kürzester Zeit die Puste aus.
Aber auch das hätte mir nichts gebracht.
Ab Eindhoven selbst eine Baustelle nach der anderen und vollkommen neues Autobahn-Layout. Navi wäre also vollkommen hilflos gewesen, da es ziemlich sicher die Karten nicht kannte. Das Apfel-Phon hat sich aber dann doch irgendwo in der Nähe noch auf einigen alten Sträßchen zurecht gefunden und ich konnte unseren Lieferanten noch erreichen. Dort erstmal HansHans an den USB-Tropf gehängt.
Auf dem Rückweg wurde mir das Dilemma dann klar: Die Karten waren nicht auf dem neuesten Stand und das Teil hätte mir eh nix gebracht.
Was lernen wir daraus: Ortskunde oder Wegbeschreibungen von Kollegen sind da wertvoller und sich blind aufs Navi zu verlassen ist töricht… Immerhin konnt ich mal wieder Laster fahren, was ab und an auch richtig Spaß macht

