Jüngst habe ich ja schon geschrieben, welche herausragenden Personen da nun im NRW Landtag sitzen. Hier Teil 2, und ich hoffe dass Frau Kraft mit diesen linksradikalen Elementen potenziell demokratischen und zuverlässigen Voksvertretern eine handlungsfähige Koalition aufbaut:
Wolfgang Zimmermann
war vor seinem Eintritt in die WSAG bei der SED Nachfolgeorganisation PDS aktiv und ist Gewerkschafter. Nun ist er bei der SED Nachfolgeorganisation DIE LINKE und sitzt im Landtag von NRW und verdient dort monatlich mindestens 9633 Euro.
Er ist Mitglied der Internationalen Sozialistischen Linken, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz seit 2006 als linksextremistisch eingestuft und beobachtet wird. Selbige gibt keine eigene Zeitungen heraus, das erledigt die SoZ, die Sozialistische Zeitung aus Köln. Und wer verfasst da ab und an mal Beiträge? Richtig, der Herr Zimmermann.
Das passt alles ganz prima, denn er ist Propagandabeauftragter Landessprecher der Kommunisten in NRW und neuerdings auch Fraktionschef. Ach ja – er bekennt sich auch zur Antikapitalistischen Linken, einer ultralinken Strömung innerhalb der Partei. Sie stellt laut Verfassungschutz die Systemfrage.
Dr. Carolin Butterwegge
needless to say ist sie Diplom Sozialarbeiterin und wird Herrn Zimmermann als stellvertretende Fraktionsvorsitzende unterstützen. Auch sie ist Mitglied der Sozialistischen Linken und politisch entsprechend zuverlässig.
Als sozial- und kinderpolitische Sprecherin im Landesvorstand NRW ist sie ein verfassungsschutz-technisch eher unbeschriebenes Blatt. Da bildet sie keine Ausnahme, nur 7 der 11 Abgeordneten der Linken gehören Gruppierungen an, die unter Beobachtung stehen.
Rüdiger Sagel
hat in Clausthal und Aachen Bergbau studiert, um sich dann einer Bürgerinitiative gegen den Braunkohletagebau anzuschließen. Macht nichts, er war ja zu dem Zeitpunkt bei den Grünen.
2007 brachte er den Kommunisten ein Mandat in Münster ein – er hat nämlich zwischendrin die Partei gewechselt. Die Kommunisten hatten somit ein Mandat, ohne es demokratisch bei einer Wahl gewonnen zu haben. So kann mans auch machen.
Herr Sagel hat auch eine historische Studie über die NS-Vergangenheit von CDU- und FDP-Abgeordneten im Landtag nach 1945 vorgestellt. Gut dass er in NRW bei den Kommunisten aktiv ist, denn dort wird man kaum SED Mitglieder finden, wenn man denn mal vor der eigenen Haustür kehrt. Ach ja: Er engagiert sich sehr sozial bei der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V.
Gunhild Böth
ist 1952 geboren und hatte somit genug Zeit, politisch das eine und andere zu versuchen. Hat sie auch – von 1971 bis 1977 hat sie studiert und schon 1980 hat sie begonnen, als Lehrerin zu arbeiten. Von 1972 bis 1978 gehörte sie der SPD an, anschließend von 1979 bis 1989 der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). 1991 hat sie gewissermaßen einen Rechts-Ruck hingelegt und trat der SED Nachfolgeorganisation PDS bei.
Auf die Frage, ob denn die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei antwortete sie in einer Sendung von Report Mainz:
Insgesamt, in toto, kann man das, glaube ich, so nicht sagen. Wenn man sich anguckt, aus welchen Trümmern sozusagen die DDR und mit welchen Reparationszahlungen die auch sehr demokratisch und auch sehr antifaschistisch eine neue Republik aufgebaut haben, dann muss man sagen, finde ich das sehr beeindruckend.
Mehr Füllworte hätte ich da auch nicht reinbekommen um diesen Unsinn rechtlich nicht angreifbar zu machen. Inhaltlich ist eh klar: Mit Moskau im Nacken sind Selbstschussanlagen gegen die eigene Bevölkerung und Mauer genauso eine Errungenschaft wie Stasi oder Bautzen. Als Mitglied im Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Wuppertal muss sie sich denke ich neben ihren Diäten von mindestens 9633 Euro auch keine Gedanken mehr um ihr finanzielles Auskommen machen. Das passt zu ihrer Tätigkeit als Gewerkschafterin.
to be continued…