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Daimos.de

Ein kleiner Mond, ein schönes Blog :)

ist in Deutschland nicht immer einfach. Was ist passiert:

Guido kauft eine Wohnung, seit Juli 2012 ist sie mein. Im August findet eine Eigentümerversammlung statt, ich war nicht dabei, weil geschäftlich im Ausland. Im Oktober kommen Abrechnungen, mir im Grunde egal.

Im Februar 2013 wird seitens der Verwaltung ein Anwalt auf mich gehetzt, der erstens höhere Nebenkosten von mir haben will (ist mir durchgegangen) und zweitens meint, dass ich “den Nachforderungssaldo verschulde”. Was auch immer er damit meint. Also ich ihn angerufen und gefragt, worum es geht und wieviel. Wusste er nicht. Also die Hausverwaltung mit dem gleichen Anliegen kontaktiert. Frau L. hatte wie immer keine Ahnung. Also hab ich erstmal nichts gemacht, außer halt meine Nebenkosten Vorauszahlungen entsprechend anzupassen.

Ich schrieb Herrn M., den Rechtsanwalt, dass ich einer weder bezifferten noch näher erläuterten Zahlungsaufforderung nicht nachkommen werde. Wie auch, er hat ja nicht einmal gesagt, um wieviel es geht!

Kurz bevor ich mal wieder nach Afghanien geflogen bin, flatterte eine Klage ins Haus. Ich soll so 2.2k zahlen + seine Kosten. Auf einmal konnte er also doch beziffern. Es ging um Nebenkosten aus 2011, wo ich nicht einmal wusste, dass es diese Wohnung überhaupt gibt. Dumm nur, dass ich das tatsächlich zahlen muss, weil ich bei Beschlussfassung (Eigentümerversammlung) bereits Eigentümer war. Da haben mich die Vorbesitzer betrogen, laut Kaufvertrag sind nämlich keine Verbindlichkeiten mehr offen.

Gut ist allerdings, dass ich einen Anwalt aus W-Dorf kenne, der mich in der Sache prima vertreten hat. Im Endeffekt muss ich das zwar zahlen – so ist halt die Rechtslage – aber die Kosten für die Streiterei muss die Hausverwaltung zahlen. Und das ist ein hoher 3-kantiger Betrag.

Wie gut, dass es im Deutschen Recht den §93 ZPO gibt: Dumm rumklagen soll sich halt nicht lohnen und lohnt sich auch hier nicht!

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