So, es geht nach Istanbul. Pünktlich kam auch die neue Digicam an, glücklicherweise habe ich sie auch gleich ausprobiert. Leider macht die alle 8
Pixel nen senkrechten schwarzen Streifen, so dass alle Bilder unbrauchbar sind. Mist, da habe ch mich richtig geärgert. Kommt halt die Lumix mit,
die mir in Island auch schon gute Dienste geleistet hat. Dazu kommt das Cullman Stativ mit, so dass ich die Lichtschwäche zuindest teilweise mit
Belichtungszeit ausgleichen kann.
Durch das Stativ kommt auch richtiges Gepäck zu Stande, ansonsten wär ich nur mit Handgepäck geflogen. Aber wer weiß, wahrscheinlich sind
Fotostative was ganz gefährliches und man kann sie nicht im Handgepäck mitnehmen. Das gilt ja auch für 125ml Zahnpasta Tuben, die sind auch ganz
böse.
Der Flieger geht um 07:45 ab FRA, also Wecker auf 3:30 gestellt. Um genau 3:30 hab ich ihn dann auch wieder ausgemacht, um pünktlich um 4:10 von
der Türklingel geweckt zu werden – das Taxi zum ICE Bahnhof in Siegburg stht vor der Tür. Also schnell in irgendwelche Klamotten rein, Taschen
geschnappt und runter. Um 4:20 saß ich im Taxi, um den Zug um 4:37 sicher zu bekommen.
In FRA gibts erstmal Frühstück und das obligatorische Hefeweizen – das trink ich immer, wenn ich irgendwo hinfliege und nicht arbeiten muss. So
kann man ganz einfach erkennen ob ich geschäftlich fliege und am selben Tag noch arbeiten muss, oder eben nicht.
Die Boeing 737-800 von Turkish Airlines steht in der hinterletzten Busposition, macht aber nix. Der Sitzabstand ist für Eco exzellent fast schon
auf Premium-Eco (oder wie die Airlines das auch immer nennen mögen) Niveau. Ich nehme eine Mütze voll Schlaf und bald gibt es Frühstück. Das ist
pappsüß, das Börek hingegen war lecker. Dass die Türken sich mit Kaffee auskennen war ja bekannt, soweit ist der Flug also schon mal fein.
Überhaupt ist der Vogel ganz gut in Schuss. Klar, kein Vergleich mit Emirates, aber braucht sich vor Lufthansa nicht zu verstecken – eher
andersrum. Der Vogel nach Island (etwa gleiche Flugdauer mit Icelandair, eher etwas länger) war deutlich beengter, vom Service mal ganz zu
schweigen.
Sogar das Bier an Bord ist umsonst! Auf Nachfrage gibt es Efes, das unter anderem aus Reis gebraut wird. Das hab ich bei ner Zwischenlandung in
Trabzon schonmal getrunken – das ist jetzt nicht der Gaumenschmaus, aber nach 3 Wochen Trockendock in K. fand ich es schon fein

.
In Istanbul angekommen wollte ich erstmal ins Hotel um mal zu schauen, wo das eigentlich ist. Bei Internet-Blind-Buchungen kann “ganz am Zentrum”
bekanntlich alles bedeuten. Am Flughafen gab es außen zerrockte Taxen und innen “Transferservice”. Ich ging davon aus, dass alle Taxameter “grade
nicht funktionieren” und hab beim Transfer-Menschen nen Festpreis abgemacht. Das erste mal beschissen, war ja klar dass die mit dem Dreifachen
des Marktpreises anfangen und sich dann auf das doppelte runterhandeln lassen. Wurde mir aber erst später klar, denn der Kurs war subjektiv OK.
Autofahren in Istanbul:
Vorfahrt hat man nicht, Vorfahrt nimmt man sich. Erinnerte mich ein Wenig an Kabul. Ähnlich wuselig, dafür keine Eselkarren auf der Straße und
insofern kann man auch schneller fahren. Verkehrsregeln sind da eher “Vorschläge”. Man kann also auch ganz prima mit 110 durch ne 30er Zone
durch. Immerhin konnte der Fahrer seine SMS mit einer Hand schreiben, so dass die zweite wahlweise zum Lenken oder Schalten genutzt wurde.
Alle hatten schon gesagt, dass das Hotel ganz prima sei. Dachte ich erst an nen guten Riecher meinerseits (das Hotel war auch echt nicht
schlecht!), sollte ich schnell feststellen, dass die Leute in Istanbul einen einfach zu allem beglückwünschen, solange man fröhlich wird und
bereit ist, ein wenig mehr zu bezahlen. Bakschisch ist üblich und erwünscht.
Egal, erstmal futtern und das nähere Umfeld sondieren. Ich kam mir weniger in der Türkei, als in im südlichen Mittelmeer vor (was geografisch ja
auch passt). Kaum Kopftücher auf den Straßen, wuseliges Leben. Es erinnerte mich ein wenig an Neapel und der Eindruck sollte haften bleiben. Das
ist sehr positiv gemeint – ich meine jetzt nicht die brennenden Müllhaufen, sondern die offene, freundliche Art der Menschen.
Wie formuliere ich es politisch korrekt – ich versuche es mal: Kein Vergleich mit den in Deutschland über Generationen lebenden türkischen
Mitbürgern mit längst überholten Idealen. Steinigt mich, aber ich sehe das echt so – es war ne Mittelmeer-Atmosphäre und ich sah mich nicht in
einem Islamischen Land (was die Türkei ja offiziell auch nicht ist! lediglich ist dort praktisch jeder muslimischen Glaubens.).
OK, Hunger – ab in nen kleinen Laden in der Seitenstraße. Klar waren die super nett und freuten sich riesig, dass ich Deutscher bin. Es gab keine
Speisekarte (klar, da hätte man ja Festpreise draufschreiben müssen), sondern nen Wink zur Kühltheke. Da waren allerlei Leckereien und was ich
mir ausgesucht hab, kam auf den Holzkohlegrill. Dazu Efes, das gezapft echt geht. Das Essen war lecker und esgab den ersten üngläubigen Blick,
als ich das Sambal ähnliche Zeug schon beim ersten Spieß weg hatte
Satt zurück ins Hotel und die etwas groteske Kombination und Cullmann Magnesit 525 Stativ und der Lumix TZ8 Kamera klar gemacht und richtung
Zentrum. Da kann man auch mit der Tram fahren und ich ging ans Kiosk um Coins dafür zu kaufen. Ein Coin 3 Lira (€ 1,50), kann man mit der selben
Linie soweit fahren wie man will. Fairer Kurs, dachte ich…
… bis ich gesehen habe, dass es die am Automaten für 1,75 Lira gibt. Wo sie Touris bescheissen können, machen sie es. Die spielen echt in einer
Liga mit Neapel, wo ich sowas auch schon erlebt habe. Egal. Schaut Euch die Bilder an, die Blaue Moschee ist klasse und die Leute da sind super
weltoffen. Ich fragte aus Neugier, ob ich die überhaupt fotografieren darf. “Innen bitte ohne Stativ” sagten die Polizisten. Im Kölner Dom ist
“innen” mal gar nichts mit Fotografieren. Das fehlende Stativ machte mich kreativ – ich wollte dann zumindest ohne Blitz fotografieren (viele
haben dadrinnen auch mit fotografiert, aber das finde ich unhöflich) was bei dem Licht 2 Sekunden Belichtungszeit erfordert. Ging aber, dneke ich
Wieder hungrig sondierte ich nach nen Restaurant und studierte die Preise an den Tafeln – gesalzen! Von überall kommen die natürlich an und
wollen einen in “ihr” Restaurant locken. Einem mit Dachterasse habe ich nachgegeben und bin 5 Stockwerke hoch. Oben waren natürlich alle Preise
mal 2, aber der Ausblick war so genial, dass mir das egal war. Während es dämmerte machte ich die Speicherkarte voll und den Akku leer
Tag 2
Leicht verkatert aufgestanden ging es zum großen Basar. Dort erstmal Döner Kebap gefuttert, tut sich aber nicht viel mit unserem Döner hier. Auf
dem Basar selbst das Gewusel schlechthin, nicht so mein Ding. Also zur Galata Brück und den Bosporus hochgewandert. Dabei kam ich am Stadion von
Besiktas vorbei, wo gerade Fußball gespiel wurde – wa steppte der Bär! Das war so mittelmäßig spannend, die Aussicht am Bosporus hingegen war
ziemlich cool. Die Brücke ist halt eine Brücke, nur eben eine recht große. Da ich meinen Rückflug nicht verpassen wollte machte ich kehrt und auf
dem Weg zurück waren die Straßen übervoll mit Menschen – das Spiel war aus und Besiktas hatte 2:1 gewonnen. Party pur.
Fazit: Geniale Stadt, wo ich mit weit mehr Zeit unbedingt nochmal hin muss!
So, es ging nach Istanbul. Viel zu spät online, aber ich kam einfach nicht dazu :/. Ich war dort in der ersten Dezember-Woche. Egal.
Pünktlich kam auch die neue Digicam an, glücklicherweise habe ich sie auch gleich ausprobiert. Leider macht die alle 8 Pixel nen senkrechten schwarzen Streifen, so dass alle Bilder unbrauchbar sind. Mist, da habe ch mich richtig geärgert. Kommt halt die Lumix mit, die mir in Island auch schon gute Dienste geleistet hat. Dazu kommt das Cullman Stativ mit, so dass ich die Lichtschwäche zuindest teilweise mit Belichtungszeit ausgleichen kann.
Durch das Stativ kommt auch richtiges Gepäck zu Stande, ansonsten wär ich nur mit Handgepäck geflogen. Aber wer weiß, wahrscheinlich sind Fotostative was ganz gefährliches und man kann sie nicht im Handgepäck mitnehmen. Das gilt ja auch für 125ml Zahnpasta Tuben, die sind auch ganz böse.
Der Flieger geht um 07:45 ab FRA, also Wecker auf 3:30 gestellt. Um genau 3:30 hab ich ihn dann auch wieder ausgemacht, um pünktlich um 4:10 von der Türklingel geweckt zu werden – das Taxi zum ICE Bahnhof in Siegburg stht vor der Tür. Also schnell in irgendwelche Klamotten rein, Taschen geschnappt und runter. Um 4:20 saß ich im Taxi, um den Zug um 4:37 sicher zu bekommen.
In FRA gibts erstmal Frühstück und das obligatorische Hefeweizen – das trink ich immer, wenn ich irgendwo hinfliege und nicht arbeiten muss. So kann man ganz einfach erkennen ob ich geschäftlich fliege und am selben Tag noch arbeiten muss, oder eben nicht.
Die Boeing 737-800 von Turkish Airlines steht in der hinterletzten Busposition, macht aber nix. Der Sitzabstand ist für Eco exzellent fast schon auf Premium-Eco (oder wie die Airlines das auch immer nennen mögen) Niveau. Ich nehme eine Mütze voll Schlaf und bald gibt es Frühstück. Das ist pappsüß, das Börek hingegen war lecker. Dass die Türken sich mit Kaffee auskennen war ja bekannt, soweit ist der Flug also schon mal fein.
Überhaupt ist der Vogel ganz gut in Schuss. Klar, kein Vergleich mit Emirates, aber braucht sich vor Lufthansa nicht zu verstecken – eher andersrum. Der Vogel nach Island (etwa gleiche Flugdauer mit Icelandair, eher etwas länger) war deutlich beengter, vom Service mal ganz zu schweigen.
Sogar das Bier an Bord ist umsonst! Auf Nachfrage gibt es Efes, das unter anderem aus Reis gebraut wird. Das hab ich bei ner Zwischenlandung in Trabzon schonmal getrunken – das ist jetzt nicht der Gaumenschmaus, aber nach 3 Wochen Trockendock in K. fand ich es schon fein
.
In Istanbul angekommen wollte ich erstmal ins Hotel um mal zu schauen, wo das eigentlich ist. Bei Internet-Blind-Buchungen kann “ganz am Zentrum”
bekanntlich alles bedeuten. Am Flughafen gab es außen zerrockte Taxen und innen “Transferservice”. Ich ging davon aus, dass alle Taxameter “grade nicht funktionieren” und hab beim Transfer-Menschen nen Festpreis abgemacht. Das erste mal beschissen, war ja klar dass die mit dem Dreifachen des Marktpreises anfangen und sich dann auf das doppelte runterhandeln lassen. Wurde mir aber erst später klar, denn der Kurs war subjektiv OK.
Autofahren in Istanbul:
Vorfahrt hat man nicht, Vorfahrt nimmt man sich. Erinnerte mich ein Wenig an Kabul. Ähnlich wuselig, dafür keine Eselkarren auf der Straße und insofern kann man auch schneller fahren. Verkehrsregeln sind da eher “Vorschläge”. Man kann also auch ganz prima mit 110 durch ne 30er Zone durch. Immerhin konnte der Fahrer seine SMS mit einer Hand schreiben, so dass die zweite wahlweise zum Lenken oder Schalten genutzt wurde.
Alle hatten schon gesagt, dass das Hotel ganz prima sei. Dachte ich erst an nen guten Riecher meinerseits (das Hotel war auch echt nicht schlecht!), sollte ich schnell feststellen, dass die Leute in Istanbul einen einfach zu allem beglückwünschen, solange man fröhlich wird und bereit ist, ein wenig mehr zu bezahlen. Bakschisch ist üblich und erwünscht.
Egal, erstmal futtern und das nähere Umfeld sondieren. Ich kam mir weniger in der Türkei, als in im südlichen Mittelmeer vor (was geografisch ja auch passt). Kaum Kopftücher auf den Straßen, wuseliges Leben. Es erinnerte mich ein wenig an Neapel und der Eindruck sollte haften bleiben. Das ist sehr positiv gemeint – ich meine jetzt nicht die brennenden Müllhaufen, sondern die offene, freundliche Art der Menschen.
Wie formuliere ich es politisch korrekt – ich versuche es mal: Kein Vergleich mit den in Deutschland über Generationen lebenden türkischen Mitbürgern mit längst überholten Idealen. Steinigt mich, aber ich sehe das echt so – es war ne Mittelmeer-Atmosphäre und ich sah mich nicht in einem Islamischen Land (was die Türkei ja offiziell auch nicht ist! lediglich ist dort praktisch jeder muslimischen Glaubens.).
OK, Hunger – ab in nen kleinen Laden in der Seitenstraße. Klar waren die super nett und freuten sich riesig, dass ich Deutscher bin. Es gab keine Speisekarte (klar, da hätte man ja Festpreise draufschreiben müssen), sondern nen Wink zur Kühltheke. Da waren allerlei Leckereien und was ich mir ausgesucht hab, kam auf den Holzkohlegrill. Dazu Efes, das gezapft echt geht. Das Essen war lecker und esgab den ersten üngläubigen Blick, als ich das Sambal ähnliche Zeug schon beim ersten Spieß weg hatte
Satt zurück ins Hotel und die etwas groteske Kombination und Cullmann Magnesit 525 Stativ und der Lumix TZ8 Kamera klar gemacht und Richtung Zentrum. Da kann man auch mit der Tram fahren und ich ging ans Kiosk um Coins dafür zu kaufen. Ein Coin 3 Lira (€ 1,50), kann man mit der selben Linie soweit fahren wie man will. Fairer Kurs, dachte ich…
… bis ich gesehen habe, dass es die am Automaten für 1,75 Lira gibt. Wo sie Touris bescheissen können, machen sie es. Die spielen echt in einer Liga mit Neapel, wo ich sowas auch schon erlebt habe. Egal. Schaut Euch die Bilder an, die Blaue Moschee ist klasse und die Leute da sind super weltoffen. Ich fragte aus Neugier, ob ich die überhaupt fotografieren darf. “Innen bitte ohne Stativ” sagten die Polizisten. Im Kölner Dom ist ”innen” mal gar nichts mit Fotografieren. Das fehlende Stativ machte mich kreativ – ich wollte dann zumindest ohne Blitz fotografieren (viele haben dadrinnen auch mit fotografiert, aber das finde ich unhöflich) was bei dem Licht 2 Sekunden Belichtungszeit erfordert. Ging aber, dneke ich :)
Wieder hungrig sondierte ich nach nen Restaurant und studierte die Preise an den Tafeln – gesalzen! Von überall kommen die natürlich an und wollen einen in “ihr” Restaurant locken. Einem mit Dachterasse habe ich nachgegeben und bin 5 Stockwerke hoch. Oben waren natürlich alle Preise mal 2, aber der Ausblick war so genial, dass mir das egal war. Während es dämmerte machte ich die Speicherkarte voll und den Akku leer
Tag 2
Leicht verkatert aufgestanden ging es zum großen Basar. Dort erstmal Döner Kebap gefuttert, tut sich aber nicht viel mit unserem Döner hier. Auf dem Basar selbst das Gewusel schlechthin, nicht so mein Ding. Also zur Galata Brück und den Bosporus hochgewandert. Dabei kam ich am Stadion von Besiktas vorbei, wo gerade Fußball gespiel wurde – wa steppte der Bär! Das war so mittelmäßig spannend, die Aussicht am Bosporus hingegen war ziemlich cool. Die Brücke ist halt eine Brücke, nur eben eine recht große. Da ich meinen Rückflug nicht verpassen wollte machte ich kehrt und auf dem Weg zurück waren die Straßen übervoll mit Menschen – das Spiel war aus und Besiktas hatte 2:1 gewonnen. Party pur.
Fazit: Geniale Stadt, wo ich mit weit mehr Zeit unbedingt nochmal hin muss!
Edit: Kurze Anmerkung zu der Bildergalerie: In allen halbwegs von nach Noahs Arche stammenden Browsern funktioniert sie gut, im IE (getestet bis IE8, dem letzten “stable”) allerdings nicht vernünftig. Das liegt daran, dass die Herrschaften aus Redmond eine nur 9 oder 10 Jahre alte und vom W3C seit Ewigkeiten bevorzugte Technologie namens “CSS” nach wie vor nicht sauber unterstützen. Sorry M$, auf Euch nehme ich da keine Rücksicht!
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