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Daimos.de

Ein kleiner Mond, ein schönes Blog :)

Budpest, die 2.

Guido am 21. September, 2011

Ok, also Sicherheit schreibt man hier groß. Die Metro ist eine Festung, ohne Ticket geht hier nix. Wer Unsinn macht, wird von den Sicherheitsloiten sicher sher schnell rausgefischt. Soll mir recht sein, reise ich in der Metro schnell und recht bequem.

Sonst war ich heute mit dem Touri Bus unterwegs, immerhin 5 Stationen oder so. Dann hat es mir gut genug gefallen und ich bin auf dem Berg in Buda erstmal geblieben, um ein paar Bilder von Pest zu machen. Dabei habe ich Linsen gewechselt wie ein Weltmeister – ein EF-S 10-50 f/2.8 L IS USM oder so (träum…) wäre ein Linse, für die ich ein Vermögen gäbe. Ganz ehrlich – für 2.5k oder noch mehr würd ich die nehmen.

So kam meine geliebte Weitwinkel Linse zum Einsatz, hier und da das neue 17-55 F/2.8 und auch ab und an die lange Tüte (EF 70-200 f/4.0 L IS USM). Das Ding ist übrigens wirklich toll, macht ab f/4.0 (und das ist Offenblende!) gleich gute Bilder wie das doppelt so teure und mehr als doppelt so schwere EF 70-200 f/2.8 L IS USM. Wer wie ich die eine (volle!) Blende nicht braucht, kann da in zweierlei Hinsicht ein Klio sparen :)

Das 70-200 L zeigt, was es kann, ist mir nur erwartungsgemäß wieder zu lang. Die Fotos (Parlament) und die Brücke rocken aber. Wieder einmal gut, meinen Geiz überwunden zu haben und in anständiges Glas angelegt zu haben!

Sonst tiger ich gleich nochmal mit Stativ los – an die schöne Donau :)

 

Budapest – Tag 1

Guido am 20. September, 2011

Gestern, als ich hergeflogen bin, rechne ich einfach mal nicht dazu :)

Was sofort auffällt, ist das man von der Sprache so gar nichts brauchen kann. Klingonisch rückwärts wäre jetzt nicht wirklich anders in meinen Ohren. Glücklicherweise spricht man hier recht ordentlich Englisch, ab und an auch Deutsch. ”Guten Morgen” heißt etwa  Jo rägält und “Danke” heißt Köszönöm. Man findet absolut keine Ähnlichkeiten in der Sprache, selbst Tschechisch fand ich verständlicher (und schon von einem anderen Planeten).

Lektion 1:

Man kauft sich am Besten direkt eine Wochenkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die U-Bahnen stammen gefühlt aus den 70ern und erscheinen unkaputtbar. Man stellt sich an einen (sauberen und sehr gepflegten!) Bahnsteig und es kommt in weniger als 5 Minuten eine Bahn. Es ist ratsam, sich das Schriftbild der Stationen einzuprägen, dann aussprechen kann man das nicht, geschweige denn verstehen, wenn sie durchgesagt wird.

Lektion 2:

Budapest ist preislich OK und die Währung sehr unhandlich. Man zahlt hier in Ungarischen Forint, 280 Forint sind ein Oiro. Das ist erstens eklig umzurechnen und zweitens hat man da gar kein Gefühl, ob etwas jetzt preiswert oder teuer ist. In der Innenstadt kostet ein großes Bier so etwa 700 Forint (und jetzt rechnet mal…).

Lektion 3:

“Soproni” schmeckt recht malzig und lecker, “Dreher” eher muffig. Im Supermarkt um die Ecke habe ich sogar Öttinger gesehen.  Bier scheint hier durchaus typisch zu sein, scheint allerdings nicht den Stellenwert zu besitzen, den es in Deutschland oder Tschechien hat. Man schenkt hier auch viel Exportbier aus, dabei müssen sich die ungarischen Marken (finde ich) gar nicht verstecken.

So, unten gibt es noch ein paar erste Fotos, ab morgen soll das Wetter viel besser werden, insofern heute erstmal Sparflamme :)

und das ist gut so!

Gerade in Berlin fand ich das schon immer ein starkes Stück, dass die SED Nachfolge nur 20 Jahre nach dem Mauerfall Regierungsverantwortung hat. Gut, sie nennt sich nicht mehr PDS, nicht mehr Links-irgendwas, sondern “Die Linke”, ist aber Rechtsnachfolger der Kommunisten und gleichzeitig der SED, die diktatorisch die DDR regiert hat und zahlreiche Morde an der innerdeutschen Grenze zu verantworten hat.

Ich freu mich daher, dass die Kommunisten in Berlin zumindest aus der Regierung raus sein werden. Besser wäre noch unter 5% wie die NPD, denn auf die Stufe stelle ich die Kommunisten.

Budapest

Guido am 18. September, 2011

besteht aus den Stadtteilen Buda und Pest (klingt komisch, ist aber so).

Da ich in ziemlich vielen Städten schon mal war, in Budapest aber nicht, flieg ich da morgen für eine Woche hin. Ich denke, dass die ungarische, deftige Küche mir schmecken wird, Bier können die angeblich genauso gut brauen wie Wein keltern. außerdem soll die Stadt gut was zu bieten haben.

Also schön die 7D mitnehmen und schauen, was sich mit den neuen Linsen so anfangen lässt: Im Normalzoom-Bereich hab ich mir das Canon EF-S 17-55 f/2.8 IS USM geleistet, am langen Ende kommt ein EF 70-200 f/4.0 L IS USM dazu.  Selbstredend wird grad in der Stadt mein heißgeliebtes EF-S 10-22 f/3.5-4.5 USM für den Weitwinkel zuständig sein :) Inwieweit die Festbrennweiten (28 und 85mm) eine Rolle spielen werden weiß ich nicht, mitnehmen werde ich sie auf jeden Fall.

Bleibt das Autofocus Problem des neuen 17-55ers: Ich habe den Eindruck, dass der Autofocus nicht sitzt – ich sehe da nen recht ordentlichen Backfocus – die Schärfeebene sitzt geschätzt 15 cm zu weit vorne, und das bei nur 3m Gegenstandsweite. Das EF-S 15-85 f/3.5-5.6 IS USM wird also auch mitkommen. Da sitzt der Focus recht ordentlich, leider ist die Lichtstärke echt nicht toll und mechanisch nervt, dass ewig der Tubus “rausfällt”. Ansonsten ist das eine tolle Linse, wenn man abends nicht so derb an ISO drehen müsste. Das 17-55 hat durchgängig f/2.8, was doppelt so viel Licht reinlässt wie f/4 und viermal so viel wie f/5.6. Was ich mit dem 15-85 mit f/5.6 aufnehmen muss kann ich mit dem 17-55 offen mit nur einem Viertel der Belichtungszeit knipsen. Das 70-200 L zeigt auf jeden Fall, woher es das “L” hat – gegenüber dem 2.8er auf f/4 abgeblendet ist es auf gleicher Höhe und wiegt nicht einmal die Hälfte. Grad an ner Crop Kamera denke ich, dass man das f/2.8er echt nur braucht, wenn man ganz wenig Licht und schnelle Motive hat. Ich tausche die eine Blende gerne gegen 1 kilo Gewicht und ein kilo Geld…

Ansonsten hab ich grad den Kata Rucksack “getunt”, also den nutzlosen Bauchgurt abgeschnitten. Der wäre für Menschen mit einer 10 bis 15 cm geringeren Rumpflänge sinnvoll (ich bin gut über 1,90), mir führt sich der “Beckengurt” genau über den Bauch – ein Problem aller (Flugzeug Handgepäck tauglichen)  Rucksäcke unter 70cm Länge. Im Übrigen habe ich noch nie einen derart gut durchdachten Foto-Rucksack gesehen – 2-geteilt in Foto Fach unten (passt eine anständige Knipse mit nem 70-200 angesetzt rein), links und rechts mit Klett entnehmbare Taschen für Linsen etc. Oben nen separates Fach für was auch immer, Stativ lässt sich entweder seitlich oder hinten ranmachen. Regencape ist dabei, ohne die (nutzlosen) Bauchgurte trägt sich das Ding prima. Gewicht um die 2kg, bei der Polsterung ist das klasse. Dass der Rucki ganz gut über 200 Oiro kostet ist das Einzige, was stört…

Zurück zu Budapest:

Das Hotel ist so 2 km von der Donau weg, ganz gut im Zentrum. Ne Metro Station direkt vorm Haus. Laut L’Tur Fly “gehobene Kategorie” – bislang hatte ich immer die mittlere und war ganz zufrieden. Wir werden sehen :) Solange ich ne anständige Internet Anbindung habe :)

Ich plane, am ersten Tag nett anzukommen, gut was futtern und mal das nähere Umfeld sondieren. Dienstag soll es ja noch gelegentlich regnen, also die kleine PowerShot S95 mitnehmen und ne Touri-Tour machen – mich einfach mal auf die interessanten Punkte anfüttern lassen. Die mach ich dann intensiv mit der 7D und mit Zeit :D

Vor allem froi ich mich auf die Küche und die Lebensart in Ungarn! Deftige Küche, gutes Bier und guter Wein :)

Ab morgen mehr davon!

Eine Reise in den Süden

Guido am 14. August, 2011

Bevor ich demnächst wieder etwas weiter nach Südosten fliege, bin ich noch mal auf ein Wochenende nach Bayern aufgebrochen. Ziel des Ganzen, bei nem alten Freund im Allgäu ein Stück Reh zu futtern und der bayerischen Bierindustrie zu etwas Umsatz zu verhelfen. Anschließend noch bei Schwester, Schwager und Nichte in München vorbeischauen.

Als fahrbarer Untersatz kam diesmal ein 120d von BMW zum Einsatz, den ich vorübergehend habe bis mein Firmenwagen da ist. Das Autochen ist mit dem 177PS Motor sehr angemessen motorisiert, wenn man ihn fliegen lässt kommt er mit 6,5l auf 100 km aus, man kann ihn aber auch um die 5l fahren. In ziemlich genau dieser Ausstattung kam er auch in meine engere Wahl, ich bin froh, dass ich ihn nicht bestellt habe. Sportsitze, Sportlenkrad, Sportfahrwerk usw. machen ihn sehr fahraktiv, aber auf die Dauer möchte ich das aber eher nicht. Das Fahrwerk ist echt knackig, auf Dauer aber unbequem hart. Die Sitze führen einen prima, engen mich irgendwann aber ein (ich bin 1,92m lang bei 90 – 95 kg). Am Sportlenkrad habe ich nichts auszusetzen :)

Also am Freitag mittag die A3 und die A5 runter, in Karlsruhe meinen Mitfahrer abgesetzt und an der nächsten Autobahn Raste 2 Tramper mitgenommen. Die waren echt lustig, wollten von Dresden nach Zürich trampen und waren nicht so ganz in die richtige Richtung gefahren. Ich hab sie dann in Stuttgart wieder rausgelassen…

In Memmingen angekommen erstmal die Bandscheiben entflechten und in den Wald, die Reste des Rehs wieder zurück ins Revier bringen. Fuchs und Sauen werden sich freuen. Dann im Biergarten was futtern und ein paar Weißbier nehmen, anschließend in die Stadt. Gegen halb drei morgens wieder heim, incl. Stadtrundfahrt mit nem Ar******* von Taxifahrer.

Am Samstag Morgen Mittag erstmal Weißwurst und dann ein wenig durchs Allgäu gecruist. Im Biergarten Wurstsalat und nen Russ’n, dann wurde das Hinterteil des Rehs fertig gemacht. Schmeckte ausgezeichnet, dabei über alte Zeiten geratscht und ein wenig am Hellen genuckelt. Zum Schluss noch in den Biergarten im Dorf, ein paar Weißbier naschen.

Heute morgen dann nach München, die A96 war frei und bis auf an den Tunneln auch frei von Schildern. Man kann ohne weiteres in einer Stunde von Memmingen nach Oberföhring in München fahren (knapp 140 km Haustür zu Haustür) :D

Bei Schwester, Schwager und Nichte (3/4 Jahr jung)  nochmal nett gefrühstückt, wieder ins Auto und los. In Augsburg hab ich noch nen Mitfahrer aufgelesen, der hier um die Ecke wohnt. Es war eine lustige Fahrt, ich hab mich entschieden, die A7 von Ulm nach Würzburg zu nehmen und dann weiter A3 zu fahren, da die (kürzere) Strecke über die A8, A5 und A3 zwischen Stuttgart und Karlsruhe ziemlich dicht war. OK, auf der 7 konnte ich es richtig krachen lassen, immer schön zwischen 180 und 210 rollen lassen. Der Durchschnittsverbrauch ab der Abreise aus Hennef am Freitag kletterte auf 6,3 Liter…

Im Radio die Nachricht über nen 30km Stau auf der A3 zwischen Nürnberg und Würzburg. Ich dachte, da kommen wir später drauf, dem war aber nicht so :( Baustelle mit Blechlawine ohne Ende. Also wieder raus aus der Abbiegespur und die A7 weiter. Ich bin dann die nächste raus und durch Würzburg durch, nach dem Mega-Stau dann wieder drauf. Die A3 bis Frankfurt war recht zäh, danach konnt ich wieder laufen lassen.

600km später tut mir wieder der Rücken weh und interessanterweise auch das rechte Knie – die Wülste an der Sitzfläche waren mir schlicht zu eng und ich konnte das rechte Bein nicht entspannt liegen lassen. Der BMW geht morgen zurück und ich bin froh, ihn so ausgiebig gefahren zu sein. Ich werde ihm nämlich keine wirklichen Tränen nachweinen, wenn der Volvo (mein zukünftiges Firmen-Mobil, ein S60 mit Automatik und ohne Sport-Ausstattung) nicht ganz so knackig einlenkt oder beim Heraus-beschleunigen aus der Kurve nicht so geil mit dem Heck mitgeht. Spaß gemacht hat der 1er trotzdem :)

Organisation ist alles

Guido am 30. Juli, 2011

Ich war für einen Monat dienstlich im Ausland, demnach ging es um IT. Das Projekt an sich war spannend und hat riesig Spaß gemacht. Die Organisation hatte es allerdings in sich :)

Zuerst war unser Büro kein Büro, sondern ein Lagerraum. Macht nix, für einen satt vierstelligen Tagessatz kümmert man sich auch darum. Uns fiel auf, dass noch mehr fehlte:

  • Stühle
  • Telefon mit Anbindung ins zivile Netz
  • Computer mit Internetanbindung
  • zusätzliche Computer mit Anbindung in das geschlossene Netz des Kunden
  • 2 Drucker, einer für jedes Netz

Macht nix, denkt man sich, man kann das ja alles anfordern. Wir schreiben Ende Juni, wir sollten bis zum 27. Juli fertig sein. Als erstes ging es also um die Arbeit, denn eine Migration von Datenbank-Servern will geplant sein.  Vor allem, wenn bestimmte Services mal kurz unterbrochen sind, muss das mit den Admins des Kunden abgestimmt sein. Nun kam unser Equipment aber mal wieder nicht rechtzeitig und die geplanten Wartungsfenster waren hinfällig. Also neu requesten, 6 Tage im Voraus…

OK, zu unserem Büro. Leider ist der Leiter des Depots vor Ort nicht mehr da, wir müssen also alles über den offiziellen Weg machen. Erstmal fällt auf, dass man sich Stühle auch irgendwo ausleihen kann. Mit Rechnern und vor allem Netzanbindung geht das nicht so leicht. Vor allem Netzanbindung gestaltet sich schwierig. Auf unseren Wohncontainern gab es Internet-Zugang, also musste ich viel von dort machen.

Man glaubt es kaum, nach nur 14 Tagen war der erste “unclassified” Rechner einsatzbereit! Nach wie vor keine Stühle und von den 3 Rechnern mit Zugang ins geschlossene Netz macht einer direkt schlapp. Blöd nur, dass wir zu viert und zeitweise sogar zu fünft waren.

Also ab ins andere Büro. Dort arbeitete ein französischer Kollege, der auch für die Ausstattung unseres Büros zuständig war (sich aber um nix gekümmert hat). Er war nicht glücklich, dass wir dort arbeiten und fragte warum. Wir antworteten, dass uns nicht genug Rechner zur Verfügung stehen. Er fragte dann, warum wir nicht mehrere angefordert hätten…

OK, er ist nur 3 Tage die Woche vor Ort, also kein Problem. Wir gaben mittlerweile die Hoffnung auf, unsere Büroausstattung je zu bekommen.

Aber die Hoffnung stirbt zu letzt, am 26. Juli kamen die Stühle und man höre und staune, am 27. dann auch die lang ersehnten Leitungen für die zusätzlichen Rechner. Wir waren längst fertig mit der Arbeit und am 28. in aller Frühe ging unser Flieger zurück nach Hause :)

denn Kopfrechnen kann er offenbar nicht. Er ist Wirtschaftsminister und FDP Vorsitzender…

Eines vorweg: ich stamme durchaus aus dem politisch bürgerlichen Lager. Fundamentalopposition überlasse ich der SED Linkspartei (die Rechtsnachfolger der DDR Einheitspartei unter Erich Honecker incl. Schießbefehl an der Mauer ist). Was ist passiert: Eine Reihe Vollhonks haben sich eine nette Blase an Finanzprodukten gebaut, selbige ist 2009 geplatzt. Bundeskanzlerin Merkel hat meiner Ansicht nach ziemlich viel richtig gemacht, die Arbeitslosigkeit ist hierzulande eher gesunken und die Steuereinnahmen sprudeln wieder.

Doch das ist auf Pump gekauft. Die Konjunkturpakete in zweistelliger Milliardenhöhe sind in den zukünftigen Haushalten als Zinszahlungen fest eingeplant. Die kosten meine Steuern. Wenn Herr Rösler jetzt 10 Mrd. an Steuergeschenken verteilen will, verkauft er seine Klientel für dumm.  Kurzsichtig hätte ich mehr Netto von meinem Brutto, aber langfristig kostet mich das mehr Steuergeld. Denn die Zinsen für die Staatsanleihen wollen bezahlt werden. Von Steuergeldern.

Und zwar von meinen Steuergeldern. Herr Rösler: Nehmen Sie die 10 Mrd und tilgen Sie Schulden. Schulden, die gemacht wurden um z.B. über Kurzarbeit Beschäftigungsverhältnisse zu erhalten, was ich gutheiße. Nun haben wir einen Teil des Geldes wieder drin, was wir uns geliehen haben. Zahlen wir es zurück!

Wacken steht vor der Tür und wie immer mag ich kein warmes Bier trinken. Der Kühlturm 2009 war ein riesen Spaß und hat wunderbar funktioniert. Bro, sollen wir wieder einen zu bauen :)

Mit dem Fleisch funktioniert das per Kühlturm leider nicht so gut, insofern muss eine Alternative her. Billig-Kühlboxen sind nach 2 Tagen warm und das Fleisch verdirbt. Elektrokühlbox am Zigarettenanzünder lutscht die Batterie nach 10 Stunden leer, zumal die meist Peltier Elemente nutzen, die dazu nen ganz miesen Wirkungsgrad haben. Kompressor Kühlboxen lassen die Batterie 1.5 Tage überleben, sind aber extrem teuer. Per Zufall hab ich erfahren, dass gasbetriebene Kühlboxen durchaus erschwinglich sind.

Technikverliebt wie ich bin muss ich na klar wissen, wie sowas funktioniert :) Kompressor-Kältemaschinen sind klar: In einem Kompressor wird ein Kältemittel verdichtet, es wird heiß, unter hohem Druck am Wärmetauscher abgekühlt, dann im Verdampfer entspannt, dabei wird Kälte erzeugt. Ohne Strom funktioniert ein Kompressor aber nicht, also muss was anderes her. Die Lösung ist die Diffusionsabsorbtionskältemaschine. Das Wort ist mit nur 37 Buchstaben sehr einfach, das Funktionsprinzip im Grunde auch :)

Wie bei allen thermodramatisch funktionierenden Kältemaschinen wird an irgendeiner Stelle ein unter Druck stehendes Gas entspannt, was es kalt macht. Verdichtet man ein Gas, wird es heiß. Nur eben ohne Kompressor und ohne bewegliche Teile – daher wartungsfrei und praktisch geräuschlos – die Bewegung des Kühlkreislaufs erfolgt nach dem Prinzip der Mammutpumpe.

Das coole daran ist, dass man eine beliebige Wärmequelle nutzen kann, um im Endeffekt Kälte zu bekommen. Ein kleines Gasflämmchen tut es wunderbar, ich kann mir aber auch solare Energieträger vorstellen, da es nicht auf eine besonders konstante Versorgung ankommt (ein Kompressor mit Spannungsschwankungen würde schnell die Grätsche machen). Die Wärmequelle erwärmt den Austreiber, Ammoniak wird aus einer Wasser-Ammoniak Lösung herausgelöst. Das Ammoniakgas wird entfeuchtet  und verliert dann im Kondensator seine (Ab)wärme, steht aber noch unter Druck. Mit Helium als Hilfsgas kommt es unter nach wie vor recht niedriger Temperatur und hohem Druck in den Verdampfer. Da ihm Druck entnommen wird, wird das Ganze kalt und man kann die Kälte abführen. Ans Bier.

Das Helium-Ammoinak Gemisch geht in den Absorber und das Ammoniak wird in der zuvor im Austreiber getrennten niedrig konzentrierten Wasser-Ammoniak Lösung gelöst. Damit ist die Lösung wieder hochkonzentriert und strömt zurück in den Austreiber. Der Prozess beginnt von vorn :) .

Wer auch immer sich sowas ausgedacht hat, muss irre durstig gewesen sein :D

Fronkraisch, Fronkraisch

Guido am 13. Juni, 2011

Da bin ich nun in Cholet in der Nähe von Nantes, um dort ein Projekt für die Firma vorzubereiten.

Also Flug über Amsterdam nach Cholet gebucht, Hotel und Mietwagen reserviert. Es sind so 60km vom Flughafen bis Cholet. Erstmal hatte der Vogel in Köln/ Bonn rund 30 Minuten Verspätung. Mein Flughafen-Weissbier in CGN konnte ich noch genießen, in Amsterdam musste ich aufgrund der Verspätung sofort umsteigen. Abfliegen ohne Abflugweißbier bringt Unglück! Man kann das mit lokalen Bieren abfangen sollte kein Weißbier zur Verfügung stehen, aber ganz ohne geht gar nicht…

So kam es, wie es kommen musste! Ich verlasse den Flughafen in Nantes so gegen 22:30 in Richtung Europcar Schalter, um das reservierte und bestätigte Auto abzuholen. Mein Französisch ist besser als das Englisch des Mädels am Schalter und sie gibt mir zu verstehen, dass sie kein Auto für mich hat. Ein “booking refused” ist alles, was sie auf Englisch rausbringt.

Also zurück zur Flughafen Info. Ich habe ein Deja-Vu, dass man denen besser erstmal mit gebrochen Französisch kommt und die sehen, dass man es zumindest versucht. OK, er hat die Geste verstanden und mir gesagt dass längst keine Züge mehr fahren und ein Taxi die einzige Möglichkeit sei, um die Uhrzeit noch nach Cholet zu kommen. Ich war stinksauer.

OK, also ab ins Taxi. Kostete auch nur 155 Oiro, Europcar darf sich auf die Rechnug gefasst machen. Der Rückweg morgen früh wird auch per Taxi erfolgen – Züge fahren um die Uhrzeit noch nicht und heute war alles an Mietwagen zu.

Immerhin verliefen die Tests heute sehr gut und ich war schneller fertig, als geplant. Somit konnte ich ganz entspannt meine neue Canon Powershot S95 in Cholet spazieren führen. Nette Kompakt-Immerdabei-Knipse! Es fehlt etwas der Weitwinkel, da hatte die Lumix leicht die Nase vorn. Beim anschließenden Photoshoppen zeigt dann aber, dass Rohdaten einfach unersetzlich sind :)

Unersetzlich ist auch, dass ich meine Französisch Kenntnisse irgendwie ausbaue. Ich kann in diesem Land überleben, mir was zu Essen bestellen, ein Hotel reservieren etc. Für eine flüssige Konversation reicht es aber nicht. Grad bei den Franzosen habe ich bemerkt, dass die ganz anders drauf sind, wenn man es erstmal in deren Sprache versucht, selbst wenn man sich danach auf Englisch einigt. Da sind die irgendwie eigen…

Hier die Testergebnisse von gestern.

Klar hab ich da Äpfel mit Birnen verglichen – die Aufnahmen der 7D sind genauso unfair, wie die Aufnahmen der Lumix direkt zu vergleichen. Die 7D hat nen ausgewachsenen APS-C Sensor und geht mit dem EF-S 15-85 f/3.5-5.6 IS USM ins Rennen und kostet so wie sie da steht neu 2000 Euro. Die Canon Powershot S95 hat nen 1/1.7″ Sensor und kostet neu 350 Euro, die Olympus XZ-1 hat nen vergleichbaren 1/1.63″ Sensor und ne super Optik (450 Euro) , die Lumix kostet rund 200 Euro und hat den bei Kompakten üblichen 1/2,33″ Sensor.

Meine Erwartungshaltung ist, dass die 7D die kleinen wegbläst, die Olympus die kleine Canon aufgrund ihrer Optik schlägt und die Lumix dumm da steht.

Bei Top-Licht ist es uninteressant, denn dann machen auch Handy-Kameras tolle Bilder. Also bei Rollos fast unten ein Regal im Raum bei ISO 1600 (7D) und ISO 800 bei den kleinen und das Dachfenster nebenan bei ISO 800. Es war so etwa 21:20 Uhr zum Zeitpunkt der Aufnahmen. Die Lumix kann kein RAW, daher hat sie nur Bilder bei den jpg Auch konnte ich bei ISO 800 nichts scharfes mehr hinkriegen, also ISO 1600. Da muss sie für den kleinen Sensor büßen… (auf dem Papier – ich finde, dass sie sich wacker geschlagen hat). Alles, was ich in Photoshop gemacht habe, ist ein bisschen Drehen und Schneiden, damit die Bilder vergleichbar sind. Irgendwelche Bearbeitung hab ich nicht gemacht.

Regal – ISO 1600 – Rohdaten – Canon EOS 7D

 

 

 

 

 

 

Regal – ISO 800 – Rohdaten – Canon Powershot S95

 

 

 

 

 

 

 

Regal – ISO 800 – Rohdaten – Olympus XZ-1

 

 

 

 

Wie man sieht, spielt die 7D ihren großen Sensor aus und zeigt, was geht. Die S95 ist deutlich verrauscht, verweist die Olympus aber klar auf den letzten Platz. Nun zu jpeg Aufnahmen, die direkt in den Kameras entstanden sind. Programm war immer auf natural gesetzt, keine fancy Nachbearbeitung. In Photoshop wieder nur gedreht und geschnitten, sonst nix.Regal – ISO 1600 – JPEG- Canon EOS 7D

 

 

 

 

 

Regal – ISO 800  - JPEG – Canon Powershot S95

 

 

 

 

 

Regal – ISO 800 – JPEG – Olympus XZ-1

 

 

 

 

Regal – ISO 1600 – JPEG – Panasonix Lumix TZ8

 

 

 

 

 

 

 

Ganz klar wieder die 7D vor der S95 vor der XZ1, die sich nur mit Mühe vor der Lumix behauptet (aber das Doppelte kostet).

ISO 800 – Rohdaten – Canon EOS 7D

 

 

 

 

ISO 800 – Rohdaten – Canon Powershot S95

 

 

 

 

ISO 800 – Rohdaten – Olympus XZ-1

 

 

 

Wie vorher, deklassiert die 7D die Kompakten. Mag die Schärfe ähnlich sein, sind die Farben eine ganz andere Hausnummer. Wieder ist die kleine Canon klar vor der Olympus.

Nun wieder JPG:

ISO 800 – JPG – Canon EOS 7D

 

 

 

 

ISO 800 – JPG – Canon Powershot S95

 

 

 

 

ISO 800 – JPG – Olympus XZ-1

 

 

 

ISO 800 – JPG – Panasonic Lumix TZ-8

 

 

 

 

Im Ergebnis zeigt sich wieder, dass eine DSLR bei wenig Licht selbst mit nem Standard Objektiv (grad auf dem Balkon hatten die Kompakten 2 Blenden Vorsprung) klar vorne liegt. Die JPG aus der 7D nutze ich nur zur Vorschau und habe allen kamerainternen Firlefanz abgeschaltet. Während die Kompakten allesamt nur 1/10 Sekunde belichtet haben, musste die 7D da weit kürzer belichten (1/60s), entsprechend muss dann an Blende oder ISO gedreht werden. Das liegt daran, dass bei kürzerer Brennweite die Gefahr von Verwacklungsunschärfe niedriger ist. Wieder Äpfel mit Birnen verglichen, diesmal zum Nachteil der 7D.

Klar kommt finde ich auch raus, dass die Canon Powershot S95 klar über die Olympus XZ-1 und auch die Panasonic Lumix TZ-8 siegt. Sie hat das bessere Bild, rauscht deutlich weniger und ist sogar kleiner als die Lumix. Die Olympus kostet mehr, ist größer und schwerer als die Canon. Sie kostet mehr als das Doppelte der Lumix und ist größer und schwerer. Die Bilder sind etwas besser und man hat Rohdaten, was die Lumix nicht kann.

Ich finde, dass die kleine Canon einen Mehrwert gegenüber der Lumix hat, die Olympus aber nicht.