Werbung ist etwas feines. Wie könnte ich sonst wissen, dass es bei $Supermarkt ein Sonderangebot gibt, das ich auf Vorrat kaufen würde und was ich erstmal nicht verbrauche, einfriere.
Nur nehmen es nicht alle damit so ernst und werben für nonsense und das unerlaubt. Kommt sowas elektronisch, sagt man Spam dazu. Das ist ein Katz- und Maus Spiel – die Spammer spammen und meine Spamfilter sortieren den unerwünschten Müll aus. Mein Emailserver hält mir schon das gröbste vom Leib, aber es kommt noch einiges durch, was der Thunderbird dann entsorgt.
Es kann aber immer mal was im Junk-Ordner landen, was eigentlich gewünscht ist – ein sogenanntes Falschpositiv. Aus diesem Grund werfe ich immer Sonntags einen Blick auf die hunderte bis tausende Spams im Junk-Ordner. Die Spammer müssen mich für folgendes halten:
- Impotent. Glücklicherweise gibt da abertausende sehr seriöse Mittelchen gegen
- Fett. Prof. Dr. Schlagmichtot hat da auch die rettende Pille
- an gefälschten Markenwaren interessiert. Meistens geht es um Uhren, dabei trage ich seit mehr als 10 Jahren keine Armbanduhr – es stört mich schlicht
- Ungebildet. Schön, dass es akademische Grade auch praktisch umsonst gibt
- an “preiswerter Software” interessiert. Selbige hat angeblich sogar sehr gute Qualität.
- Spielsüchtig. Abertausende Online Casinos locken mit 2500 Euro – ganz umsonst
- einfach nur doof. Ganz tolle Links zum Anklicken – die MMS darf ich einfach nicht verpassen!
- kriminell. Wie gut, dass “Anwalt” mir da helfen kann.
Was ich lange nicht mehr hatte sind Nigeria-Connection-Mails, wo der Sohn des gestürzten Diktators Regierungschefs aus Taka-Tuka-Land mein Bankkonto nutzen möchte, um etwas Geld für wohltätige Zwecke ausser Landes zu schaffen. Gegen Provision natürlich.
Heute waren null Falschpositive und 577 Spams dabei