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Daimos.de

Ein kleiner Mond, ein schönes Blog :)

Leider bleibt die Zeit nicht stehen und ich muss mich wohl oder übel auch so langsam in Vista einarbeiten – so sehr es mir auch widerstrebt.

Nun ist es so, dass ich eine etwas eigenwillige Partitionierung anwende:

  • ganz vorne liegt Gentoo Linux, da ich das im Alltag nunmal benutze und es natürlich in den Genuss der maximalen Festplatten Performance kommen soll.
  • dahinter kommt Win XP, da es zum Daddeln auch noch in den Genuss von Transfer und vor allem Zugriff kommen soll
  • was dann kommt war immer egal, sind entweder Testpartitionen oder Daten.  Daten selbst liegen aber mittlerweile auf der Box, somit hab ich Platz satt. Also Vista auf Position 3. Was dahinter kommt, ist egal. Swap oder sowas, was ich eh nie brauch (ich weiß, swap gehört nach vorne, aber ich hab RAM genug, wenn einer swappt, dann OOo aus den Quellen, sonst nix – somit sfw).

Was ist das Problem daran:

Windoze möchte gerne vorne liegen, auch wenn das eigentlich gar nicht mehr notwendig ist (seit Win NT4 oder so). Eine beliebige primäre Partition reicht in der Theorie aus, sofern das BIOS den Bootsektor erreichen kann. Und das ist bei Rechnern nach der Zeit von Noahs Arche der Fall.

Installiere ich also XP egal wo, schreibt es seinen Startsektor (das ist sein gutes Recht, ohne geht’s nicht) aber bügelt auch den MBR. Somit ist grub wieder außer Gefecht – aber das ist nicht schlimm, da ich grub da von Hand neu drüber ziehen kann.

Delikat wird es wenn Vista dazu kommt.

Ich habe nicht damit gerechnet, dass es grub verschont. Es reisst aber auch den XP Bootsektor (!) an sich und packt da seinen eigenen Bootloader rein. Somit steckt der Linux-XP-Vista User in dem Dilemma, fortan einen zweistufigen Bootloader zu haben, was mehr als nervig ist. Hinzu kommt, dass Grub (wenn man es mal wieder von Hand in den MBR installiert) XP nicht mehr direkt starten kann, da ja der Vista Bootloader dazwischen hängt.

Das ist für den Open Source verliebten Menschen, der gerne selbst die Kontrolle über das System behält natürlich nicht hinzunehmen. Mein MBR gehört mir und ich starte Betriebssysteme, wie ich das will – nämlich über deren Startsektor oder direkt den Kernel – und sonst gar nicht.

Was also tun:

XP nach Vista installieren geht schief (zumindest auf meiner SCSI Kiste) – XP haut sich nämlich stumpf in die Vista Partition rein.

Vista nach XP installieren führt wie gesagt dazu, dass Vista sich im Bootsektor der XP Partition verewigt was einen direkten zugriff mittels Grub verhindert.

Also XP drauf gemacht und die Partition versteckt (schändlich mit Partition Magic – hätt mir klar sein sollen, dass das nix bringt).  Vista hat sich nach wie vor im XP Bootsektor eingenistet. Wieder die XP CD gebootet und mit fixboot den Vista Bootloader entfernt.

Ubuntu gebootet und gparted aufgerufen. Den Partitionstyp von sda2 (also XP) auf 17 (hidden NTFS) gesetzt. und wieder die Vista Install angeworfen. Selbige brach prompt ab, da sie der XP Part keinen Laufwerksbuchstaben zuweisen konnte. Ein “Ignorieren” Button fehlt, also neu Booten. Warum eigentlich? Vista überschreibt eh den MBR, wozu nen Laufwerksbuchstabe als Pflicht für ne Partition, die ihm (nicht ohne Grund) suspekt ist?!?

Die Lösung mit der Brechstange:

Die gute, alte 32 bit Conrad live CD gebootet.  Diesmal als root in der shell cfdisk aufgerufen und den Partitionstyp neu gesetzt sowie das boot-flag entfernt. Danach installierte Vista brav, weil es die XP Part schlicht nicht als solche gesehen hat.

Somit liegt der XP Startsektor im Bootsektor von sda2 und der Vista Startsektor im Bootsektor von sda3. im MBR residiert grub und ruft auf, was ich in (hd0,0)/boot/grub/menu.lst eintrage :D

War ne schwere Geburt, aber die Mühe wert :P

Nachtrag kurz vorm Veröffentlichen: big thx an K_O_Gnom :)

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