Wie gesagt – gestern waren ja Kommunalwahlen in NRW. Ich wohne im Rhein Sieg Kreis – nicht “immernoch” sondern “schonwieder”. Aber es hat sich nichts grundlegendes geändert. Ich habe gestern meine Kreuzchen wie immer im üblichen Lager gemacht und sehe mir gerade die Ergebnisse an. Interessant ist dabei imho vor allem die Bürgermeisterwahl, spiegelt sie doch eine Direktwahl einer Kandidatin/ eines Kandidaten wieder, die/den man auch kennt.
Nun ist es so, dass ich neuerdings in Hennef wohne, wohl aber in Wormersdorf (Stadt Rheinbach) aufgewachsen bin. natürlich drängt sich ein Vergleich auf, kennen sich doch unser Bürgermeister und der Ortsvorsteher aus W’Dorf sehr gut. Aber hier ein paar Auszüge (Quelle: Vorläufiges amtliches Endergebnis http://www1.wahl.civitec.de/index100.html)
Hennef, wo ich wohne:
| CDU | ||
| Pipke, Klaus | 12.435 | 64,7 % |
| SPD | ||
| Herchenbach, Hans Joachim | 4.456 | 23,2 % |
| GRÜNE | ||
| Balansky, Michaela | 2.330 | 12,1 % |
Keine allzugroße Überraschung. Immerhin hatten wir im “heimischen” Wahllokal 64% Wahlbeteiligung.
Wormersdorf ist Stadt Rheinbach und eine recht schwarze Hochburg. Diese Wahl bei den Bürgermeisterwahlen nur Platz 3:
| CDU | ||
| Raetz, Stefan | 566 | 74,7 % |
| SPD | ||
| Koch, Martina | 192 | 25,3 % |
In Flerzheim war das bürgerliche Lager noch etwas dominanter, einen herben Einbruch musste der CDU Kandidat in Oberdrees hinnehmen:
| CDU | ||
| Raetz, Stefan | 515 | 78,7 % |
| SPD | ||
| Koch, Martina | 139 | 21,3 % |
Je nach Wahl waren das auch schon um die 85%.
Aber sei es drum, es geht auch anders, wie man in benachbarten Gemeinden sehen kann:
In Much ist die Wählerschaft etwas kritischer:
| (CDU) JA | ||
| Alfred Haas, JA-Stimmen | 4.806 | 74,5 % |
| (CDU) NEIN | ||
| Alfred Haas, NEIN-Stimmen | 1.646 | 25,5 % |
In Eitorf hat selbst eine vermeintlich “große Koalition” keine Chance:
| CDU/SPD | ||
| Sterzenbach, Karl Heinz | 2.455 | 28,2 % |
| FDP | ||
| Dr. Storch, Rüdiger | 6.266 | 71,8 % |
In Lohmar polarisiert man offenbar richtig:
Vor allem die Briefwähler sind da sehr eifrig. Die SPD tritt gar nicht an, Kommunisten und Unabhängige scheitern an 5%.
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Abgesehen dieses wenig repräsentativen Briefwahlbezirks kann Herr Röger durchaus auch sonst auf die Gunst seiner Wählerschaft zählen:
| CDU | ||
| Röger, Wolfgang | 11.288 | 84,7 % |
| DIE LINKE | ||
| Kurtsiefer, Ralf | 1.111 | 8,3 % |
| Volksabstimmung | ||
| Oel, Hans-Albrecht | 930 | 7,0 % |
Die Rote Hochburg ist Windeck (auch das gibt es im Rhein Sieg Kreis!)
| CDU | ||
| Roßbach, Thomas | 2.480 | 28,1 % |
| SPD | ||
| Funke, Jürgen | 5.968 | 67,7 % |
| Einzelbewerber | ||
| Feljauer, Erich | 362 | 4,1 % |
dabei sei zu beachten, daß eine bürgermeisterwahl stets eine personen- und keine parteienwahl ist.
tommel am 1. September, 2009