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Daimos.de

Ein kleiner Mond, ein schönes Blog :)

So erlebt am Samstag in Brüssel und ich muss immernoch lachen.

Das WE habe ich in Brüssel bei meinem Vater verbracht und wir wechselten die Reifen am Auto. Da es ausgesprochen Sinn macht, sich dann dem Luftdruck zu widmen, fuhren wir an eine Tankstelle, die auch über Druckluft verfügt. Das ist in Belgien aus irgendwelchen Gründen eher die Ausnahme.

Ich hatte somit die Ehre, einmal selbst durch die belgische Hauptstadt zu fahren. Eine junge Frau bedankte sich überrascht, dass ich sie samt Kinderwagen über den Zebrastreifen liess. Fast wär dann einer von links aus einer Ausfahrt vor mich gefahren. Vorfahrt und Verkehr im Allgemeinen scheint dort so zu laufen:

  • prinzipiell rechts vor links
  • wer bremst, verliert
  • wer auch nur kurz vom Gas geht signalisiert den Verzicht auf alle Rechte & s.o.
  • man kann sich im Auto auch prima umziehen
  • man sollte genau wissen, wo das eigene Auto aufhört. Dann kann man so dicht auf den Vordermann auffahren, dass sich niemand mehr reindrängeln kann

Klischees aus Paris? Mag sein. Aber ich bin es aus DE gewohnt, anders zu fahren. egal.

Irgendwo hinter der Zentrale eines Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses liegt eine Tankstelle, die über einen “Lucht & Water” Automaten verfügt. Das ist ein blauer Metallkasten, aus dem lange Schläuche für Luft und Wasser ragen. Eigentlich eine feine Einrichtung, kann man doch den gewünschten Luftdruck an einem digitalen Display einstellen. Bei Erreichen des Selben ertönt dann ein akustisches Signal. Der Automat lag an der Schattenseite des Gebäudes.

Vor uns ein großer Kombi eines schwäbischen Herstellers – ein Taxi. Der Fahrer mit vermutlich afrikanischen Wurzeln und Bluetooth-Headset am Ohr hielt scheinbar ein Nickerchen, denn er bleibt sitzen. Also gehupt. Er ausgestiegen. Mein Vater signalisierte ihm auf Französisch (ein Jammer, dass ich davon nicht mehr als ein paar Grundkenntnisse habe), dass wir an den Luft-Automaten möchten.

Er fuhr also etwa einen Meter (!) nach vorne und dachte sich scheinbar: “Mensch, wo ich schon mal am Druckluftautomaten bin, kann ich ja mal nach dem Luftdruck sehen!”

Das tat er dann auch und stellte erstmal 3,0 bar ein (bei weitem zu viel!). Im Tempo einer rheinischen Kaltblut-Weinbergschnecke füllte er dann mehr als reichlich Luft ein. Unseren leicht entsetzten Blicken begegnete er mit einem:

“Je roule beaucoup!”

$Vatta begann sich wegzuwerfen und ich habe erst nach einer knappen Übersetzung verstanden, was der Taxifahrer meint: Er fährt sehr viel, und daher benötigt er besonders viel Luft in seinen Reifen!

Um eins klarzustellen: Er meinte das absolut ernst!

Wir haben uns des Abends bei einem Gläschen Rotem noch köstlich amüsiert!

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