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Daimos.de

Ein kleiner Mond, ein schönes Blog :)

Das ist ein Intel Core i7 Board, das mit 12 GB RAM und nem i7 920 (4x 2,66 GHz)  bestückt ist und bereits ein RAID1 aus 2 Samsung Platten eingerichtet hat, die je 1 TB fassen. Der sogenannte “RAID” Controller ist die verbaute Intel ICH10, und mir lief ein kalter Schauer runter.

Wie dem auch sei, dadrauf sollte ein Win 2k3 Standard 64 bit und das kann natürlich mit dem Micky-Maus RAID nichts anfangen (der bekannte …7B Bluescreen). Wie bei in XP drückt man F6 für das Einbinden eines zusätzlichen Treibers und das Setup lädt jede Menge Treiber (unter anderem auch den USB Treiber!).

Nun kann man eine Diskette einlegen um dem Treiber einzubinden. Der USB Treiber ist zwar schon geladen, aber an USB Sticks hat man damals in Redmond/ Washington/ USA wohl nicht gedacht oder das als neues Feature zukünftiger Systeme zurückgehalten. Das setzt voraus, dass man ein solches Floppy-Laufwerk angeschlossen hat. Glücklicherweise hatte ein Kollege ein USB Floppy, das funktionierte aber nicht, da das BIOS nicht mitspielt. Das Floppy blinkt und rattert zwar kurz beim Hochfahren, mehr kommt aber nicht.

Also ab in die dunklen Kammern und Uralt-Hardware fleddern. 2 Stunden und 3 ausrangierte Rechner (es war nach einigem Rätselraten und noch mehr Mutmaßungen “Es gab doch damals noch diese Cyrix CPUs” doch ein bodenständiger 486 DX2 66) später hatte das moderne Intel Schlachtschiff einen Festplatten Treiber von Diskette.

Wohlgemerkt: Das aktuelle System hat mit seinen 12 GB RAM nicht nur mehr RAM als die Rechner noch vor 5 Jahren Festplatte hatten, selbst die onboard verbaute SSD (zum betriebssystemlosen Surfen usw) ist größer als alles, was besagter 486er jemals zu Gesicht bekommen hat. Aber wir hatten ein Diskettenlaufwerk!

Nun ging es weiter: Im BIOS kann man etwa 90000 Varianten einstellen, wie man den gerne den Zugriff auf das Micky-Maus RAID zu gestalten gedenkt. Da gibt es erstmal “IDE – AHCI – RAID”. Dann noch “Compatible – Enhanced” und noch irgendwas.

Teiberseitig kann man dann AHCI oder RAID oder auch einfach nur die ICH10 und noch einiges mehr wählen. Freilich darf man dazu jedesmal neu booten – F6 usw …

Nach nur 2 oder 3 Stunden hatte ich dann die “richige” Kombination raus und Windows Server 2003 R2 Standard 64 bit installierte vor sich hin.

Was lernen wir daraus:

Micky-Maus RAID Controller sind nach wie vor für die Tonne. Die Dinger sind und bleiben nichts weiter als eine Vereinigung der Nachteile von Software RAID und Hardware RAID. Das war schon zu Zeiten meines guten alten ABIT KT7A-RAID mit Highpoint 370 Controller so. Käme jetzt noch ein weiteres OS im Multiboot dazu, wäre wohl Schicht.Ich klopfe auf Holz und erfreue mich an meinem LSI Megaraid U320-2E.

Es ist eine wahre Freude, wenn 4 oder 5 Kollegen zwischen Ende 20 und Mitte 40 an alten AT Big-Towern rumschrauben und herausfinden wollen, was da für Arche-Noah Hardware drinsteckt. Interessanterweise waren die älteren Semester umso freudiger erregt, die ganzen Irrwege und Sackgassen noch zu kennen (“daaamals gab es doch noch diese oder jene Architektur…”).

Ich lag mit meiner Vermutung, dass unter dem Lüfter, über den heute jede Northbridge-Kühllösung lacht, ein hochgetaktetes AMD System schlägt, übrigens mit am weitesten daneben :) . Der “Turbo” Schalter am Gehäuse hätte mich da schon in Richtung 486-DX führen sollen :D

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