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Daimos.de

Ein kleiner Mond, ein schönes Blog :)

ist der ProKlima Strom von RWE.

Da ich ab Montag meine neue Wohnung in Hennef beziehe benötige ich dort Strom, und zwar vorzugsweise elektrischen. Selbiger Markt ist bekanntlich liberalisiert und 90000 Anbieter haben kluge BWL und Jura Köpfe die ihnen sagen, wie sie um möglichst preiswerten Strom werben können.

Da ich nur eine Person bin, aber eher viel Strom verbrauche ist das natürlich auch eine Preisfrage. Also habe ich die Stromanbieter abgeklappert und festgetellt, dass am Ende keine wirklichen Preisunterschiede existieren. Wirklich billiger sind die Unternehmen, wo man mal eben nen ganzen (geschätzten) Jahresverbrauch im Voraus abdrücken soll, aber auf den Monat gerechnet tut sich das nicht viel. Vielleicht 3 Euro auf den Monat.

Somit ist der richtige Mix interessanter:

Bei Yello (das ist der gelbe Strom) ist knapp die Hälfte Atomstrom und ansonsten kalkulieren die nix anderes. Typischerweise ist nur weniger als ein Viertel Atomstrom. Ansonsten gibt es viele Anbieter mit Öko-Strom. Das funktioniert so, dass die ganz normalen Strom einspeisen, aber zertifizieren lassen, wo der herkommt. Man kann jetzt nicht der einzelnen kWh ansehen wo sie herkommt, aber unterm Strich kann man den Anbieter dazu nötigen, unter seinem Strich den Mix anders festzulegen. Kaufen viele Kunden Öko-Strom, müssen die ihren Mix anpassen.

Dabei gibt es auch ganz geniale Mogelpackungen, wo standard-fossil-erzeugter Strom aus der Steckdose kommt und zur CO2 Bilanz einfach irgendwo ausgleichende Projekte finanziert werden. Das ist zwar prima preistransparent, geht aber imho am Ziel vorbei.

Ich habe mich wie gesagt für den ProKlima Strom von RWE entschieden. Das ist Strom aus regenerativen Quellen sowie Kernkraft, und somit weitgehend klimaneutral.

Warum Atomstrom:

Atomstrom verballert etwa 30g CO2 pro kWh, Windkraft nur etwa 15g. Aus einem Kohlekraftwerk sind das schnell mal 800g. Bei Photovoltaik scheiden sich die Geister. Warum haben auch die nicht-fossilen Energieträger CO2? Weil die Anlagen auch hergestellt werden müssen und nicht auf Bäumen wachsen. Der Bagger braucht Diesel, der Baustellenlaster auch und auch die Fabrik, in der Windkraft-Blätter laminiert werden braucht Rohstoffe und will betrieben sein.

Ein Auto “erzeugt”, nur damit es fährt, etwa 20 bis 30 Tonnen CO2. Somit ist die tolle Abwrackprämie unter Umweltaspekten vollkommen hirnrissig, da ein Auto im Laufe seines “Lebens” auch nicht mehr als das etwa vier- bis fünffache erzeugt. In den 80ern alte Autos verschrotten und dafür welche mit Kat anschaffen war unter Umweltaspekten sinnvoll, heute nicht mehr. Zurück zum Strom.

Atomstrom hat wie gesagt etwa 24% “Marktanteil” (Quelle BDEW) , regenerative Energien etwa 6%. Bleibt ein Rest an fossilen Energieträgern, der für das Klima nicht so gut ist.

Thema “Endlagerung”: Atomstrom hat diesbezüglich keinen so guten Ruf, da im Schnitt 0,0007g/kWh radioaktiver Abfall entsteht. Über die “endgültige” Endlagerung ist sich noch keiner Einig.

Bei fossilen Energieträgern verläuft die Endlagerung so:

Man bläst die Abgase in die Erdatmosphäre und erhöht damit den CO2 Anteil in derselben.

So langsam kommt man aber drauf, dass das klima-mäßig nicht so gut ist. Nun schließt sich der Kreis:

Alles regenerativ wäre nett, geht aber im Moment nicht. Und auch die nächsten Jahre leider nicht. Nun sind die Atomkraftwerke hier in DE alle schon gebaut und auch ziemlich sicher. Sie sind strenggenommen die sichersten Kernkraftwerke der Erde und unser deutsches Know-How diesbezüglich ist weltführend. Die Panne bei Vattenfall hat ja wieder gezeigt, dass die Sicherheit im Grunde gegeben ist. Die haben nur auf technischer Seite ihe Hausaufgaben nicht gemacht. Ein TRAFO war nicht OK und somit gabs ne Notabschaltung. Auch Windkraftanlagen haben Trafos. Windkraftanlagen sind übrigens mein persönlicher Favorit.

“Kaufe” ich einen Mix aus Atom- und regerativem Strom schädige ich den Einkauf aus fossilem Strom seitens des Energieanbieters viel mehr. Der Energieanbieter muss ja seine Anteile entsprechend anpassen, da er auch den “Standardstrom” hinsichtlich seiner Herkunft beziffern muss. Und so ganz “mies” will er auch den nicht aussehen lassen. Mit ordentlich Atom in “meinem” Strom ist das momentan ganz prima für den Energieanbieter, kann er doch den “atomfreien” Strom an andere verkaufen. Nur ist da nix regeneratives mehr drin – der atomstrom-freie Kunde hat somit nur noch fossile Träger am Hals. Und die werden in Zukunft nicht unbedingt begehrter.

Und _genau_ das will ich :D

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