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Daimos.de

Ein kleiner Mond, ein schönes Blog :)

Das ist eine brisante Kombination.

Alles begann am montag ganz harmlos damit, dass $Kunde seine Hardware nun gerne Dienstag haben möchte. Also bei der Autovermietung mit den grünen Logos nen Vito bestellt, mit Anlieferung für 08:00 Uhr, wenns was später wird, auch OK. Was nicht kam, war das Auto. Also um kurz vor halb neun da angerufen und festgestellt, dass die Anlieferung “untergegangen” war.

OK, also mit nem Kollegen hingefahren und das Auto abgeholt. Ich war schon fast auf der Autobahn, da stelle ich fest, dass aus den Scheibenwwasch-Düsen nix rauskommt. Also lieber umgedreht und die nächste Tanke aufgesucht um Frostschutz zu kaufen. Siehe da, der Pott war aber randvoll (wohl aber nicht mit ausreichend vor Frost schützendem Frostzschutz). Also im Halb-Blindflug zurück zu $Firma, immer mal wieder angehalten und von Hand die Scheibe wieder durchlässig gemacht.

2 Kaffeekannen und paar gute Schüsse Frostschutz über die Düsen später konnte es dann losgehen und wir haben die Hardware schön abgeliefert. Lieferschein wurde mehr oder weniger blind unterschrieben und wir haben vereinbart, dass ich am Tag drauf (gestern) wieder hinschipper, um bei der Installation zu unterstützen und noch das eine oder andere abzusprechen.

Abgesprochen war, dass selbige Autovermietung den Vito abholt und mir irgendwas Golf-artiges liefert. es stand ein total versiffter Astra vor der Tür – Scheiben so dicht, dass es lebensgefährlich war, damit weiter als bis zur nächsten Tanke zu fahren, um erstmal Scheiben und Scheinwerfer sauber zu machen. Ich war drauf und dran, auch gleich voll zu tanken, denn das war vielleicht 80% im Tank. Und das mit nem Benziner – hab ich doch 290 km einfache Strecke.

Die Kiste kam so gar nicht in die Füße, in Aachen habe ich dann noch mal getankt, nachdem ich am Bankschalter etwas Geld geholt habe (Karten sind ja alle im Eimer). 13 liter getankt – für vielleicht 100 km. Dann ist mir das Schlimme aufgefallen – das ist son “Green Eco” Astra, oder wie auch immer die Dinger heißen. Gefühlt ist das ein Zweizylinder Motor mit vielleicht 30 PS, das Ding dreht jedenfalls bei Tacho 130 schon mit 4000 U/min – zumal nur ein manuelles Fünfgang Getriebe drin ist.

Wahrscheinlich waren grüne Schilder gerade billig, und mit billiger Verarbeitung kann man dann auch eco auf die Karre schreiben. Wo wir gerade beim Astra sind:

Eines der grausamsten Autos, die ich je gefahren bin. Von der Haptik her ist jeder Polo besser und vor allem wertiger. Wenn der neue Astra da nicht ne deutliche Schippe drauflegt, wär es um Opel nicht schade… Ganz grausam, dieses Auto. Vor allem der Innenspiegel. Der ist riesig groß und voll im Weg, wenn man Rechtkurven fährt. Ich lehne mich dann immer ganz weit  nach links, um dadran vorbei gucken zu können. Der hätte genauso gut halb so groß sein können, die Rückscheibe ist vergleichsweise klein…

Zurück zum Versuch, einen ökologisch sinnvollen Motor zu bauen: Ich stelle mir da einen ganz nett doppelt aufgeladenen Diesel vor, der unten rum und im Teillast-Bereich mit nem kleinen Turbo arbeitet und wenns rund gehen soll, der zweite, große Turbo zwangsbeatmet. BMW macht das im 123d vor, wie die Dinger richtig Power haben und somit bequem im Teillastbereich gefahren werden können.

Die Möhre, die ich grad habe, braucht immer richtig fies Gas, um voran zu kommen. OK, ich trete wirklich gerne mal drauf, aber sicher nicht in Belgien, wo Tempo 120 ist und die Knollen nen halbes Monatsgehalt kosten können. Noch dazu ist das Wetter wirklich nicht so, dass ich es auch in DE krachen lasse. Also locker 120 – 130 schwimmen – da ist die Möhre aber schon gut mit beschäftigt. Das Resultat sind rund 7,5 Liter auf 100 km – das schaff ich mit 2 Litern weniger bei dem Tempo auch mit nem 200 PS BMW Turbodiesel. Der kann, wenn er will dann aber auch 220 km/h…

Bei dem Opel hat mich bei rund 170 wirklich der Mut verlassen…

Was lernen wir daraus: “Sparsame” Green-Benziner sind Bullshit. Ich hatte ja schonmal so ne A-Klasse, die auch nicht aus den Füßen kam und sogar über 8 Liter genommen hatte – nur weil ich mit 150 über ne wirklich menschenleere Autobahn gekrochen bin. Mit besagtem 23d Motor wär das beim gleichen CO2 Ausstoß mit 180 machbar gewesen.

Aber wir haben ja Winter und sind in Belgien unterwegs, und im Rheinland ja auch. Es halten sich die Idioten Schwachmaten Unvernünftigen, die da immernoch mit Sommerreifen unterwegs sind. Heute morgen wieder ne nette Vollsperrung auf der Autobahn gehabt, weil die *** sich da gewickelt haben. In Belgien sind Winterreifen eh nicht üblich, aber es ist hier ja auch üblich, ohne Führerschein zu fahren. Man muss nur alt genug sein, dann braucht man hier keinen. Der Kenner sieht das am Nummernschild :)

Dann habe ich jemanden von $Kunde noch mit nach Brüssel mitgenommen, der wohnt nicht weit von hier. Aus Erfahrungen mit $Vatta weiß ich, dass Autofahren in Brüssel kriegsähnlich ist. Das musste ich natürlich mal wieder ausprobieren. Zuerst wollten ein paar Halbstarke bei Rot über die Ampel – also kräftig hupen und weiterfahren. Geht prima – kaum kam die Hupe, sind sie zurück gesprungen.

Dann falsch eingeordnet. Natürlich fahren einen die Brüsseler sofort zu. Also blinken, hupen und reindrängeln. Geht auch. Klar, hier und da war ich etwas orientierungslos (HansHans hat keine besondern guten Karten von Brüssel), da wurde ich dann auch akustisch auf die Ränge verwiesen…

Morgen vormittag gehts nochmal zum Kunden, dann wieder nach DE zurück. Dieses Green-Auto hat dann bei 50% Fahrspaß 150% Sprit verballert, vielleicht ist das dann ja der Eco-Faktor daran.  Ohne Witz, bevor ich den nochmal bekomme, nehm ich nen Polo…

2 Kommentare zu “Autofahren im Winter und in Belgien und mit komischen Autos”

Warum bleibst du nicht einfach 3 Tage in Brüssel. Jeden Tag hin und her gondeln macht wenig Sinn

Stimmt. War nur leider von Anfang an anders geplant. Öffentliche Auftraggeber halt. Für nächste Woche ist die Bude jedenfalls komplett reserviert :D

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